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Das Projekt

Rahmen und Ziele

Mensch, Wirtschaft & Umwelt als Grundlage

Verkehrswende und Klimaschutz sind untrennbar miteinander verbunden. Deshalb bringt die Bahn im Auftrag des Bundes mehr Güter auf die Schiene. Sie sorgt für schnellere Verbindungen im Fernverkehr. Und sie schafft die Randbedingungen für mehr und besseren Nahverkehr. Vor diesem Hintergrund suchen die Planerinnen und Planer zwischen Hamburg, Bremen und Hannover eine staufreie, pünktliche und zukunftsfähige Lösung für den Bahnverkehr von morgen. Damit das gemeinsame Ziel erreicht wird: klimaschonende Mobilität in Norddeutschland, für unsere und besonders für kommende Generationen.

Projektauftrag

Bundestag und Bundesrat haben entschieden: Die Schienenwege sollen ausgebaut werden (Bundesschienenwegeausbaugesetz – kurz: BSWAG). Auf Basis des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) hat die Deutsche Bahn ihre Planungen aufgenommen, um die Entwicklung einer starken Schiene in Deutschland voranzutreiben – ohne die Bedürfnisse der Menschen aus den Augen zu verlieren. Getreu dem Motto: „Sauberer. Leiser. Schneller“.

Unser Ziel

  • Sauberer
    Weniger Straßenverkehr, weniger Staus, weniger Emissionen
  • Leiser
    Entlastung vom Schienen­verkehrslärm für Anwohner (gesetzliche Lärmvorsorge)
  • Schneller
    Verkürzte Reisezeiten zwischen Hamburg und Hannover, verbesserter Schienenpersonennahverkehr für Pendler

Projektrahmen

Darüber hinaus müssen die Vorgaben des Eisenbahnbundesamtes (EBA) beachtet werden. Dabei spielen vor allem die Genehmigungsrichtlinien – sogenannte Planfeststellungsrichtlinien – eine zentrale Rolle. Sie geben vor, dass die Bahn sorgfältig planen und alle verschiedenen Belange abwägen muss. Erst hierdurch kann eine Vorzugsvariante gefunden werden. Ergebnisoffen und den Vorgaben entsprechend, konnten inzwischen Grobkorridore ermittelt werden. Innerhalb dieser werden derzeit technisch mögliche Trassen gesucht.

Projektanspruch

Immer mehr Menschen nutzen das umwelt- und klimafreundliche Angebot der Bahn. Die Mobilitätswende ist in vollem Gange. Zukünftig soll das Nah- und Fernverkehrsangebot noch besser werden, um mehr Menschen für diese komfortable, zuverlässige und umweltverträgliche Form des Reisens zu begeistern. Gleichzeitig trägt das Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover zu einer Verlagerung von Gütern auf die Schiene bei. Die Wirtschaft profitiert davon, ebenso wie das Klima. Damit nützt das Gesamtprojekt den Menschen vor Ort, der Umwelt, dem Wirtschaftsstandort Deutschland und nicht zuletzt ganz Europa. Und zwar heute, morgen und übermorgen.

Häufig gestellte Fragen

Lebende FAQ – Stellen Sie Fragen ein. Häufig gestellte Fragen und Antworten zu den entsprechenden Themen werden wir hier veröffentlichen.

Wo stehen die Planungen in den anderen drei Abschnitten des Bahnprojekts Hamburg/Bremen–Hannover?

Neuigkeiten und Informationen rund um das Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover finden Sie auf unserer Website. Diese wird ständig aktualisiert und ergänzt. Die aktuellen Planungsstände der jeweiligen Abschnitte finden Sie unter dem Reiter „Streckenabschnitte“ unserer Projektwebsite www.hamburg-bremen-hannover.de.

Parlamentarische Befassung – Abschnitt Rotenburg - Verden

Den aktuellen Planungsstand und alles Informationen zum Bundestagsbeschluss im Streckenabschnitt Rotenburg–Verden finden Sie hier: www.hamburg-bremen-hannover.de/rotenburg-verden.html

Wird eine neue ICE-Strecke entlang der A7 gebaut?
Die DB Netz AG als Vorhabenträgerin ist vom Bund beauftragt, eine genehmigungsfähige Trasse zu finden, welche die verkehrlichen und volkswirtschaftlichen Projektziele erfüllt. Der Verlauf einer Trassenführung steht derzeit noch nicht fest. Aktuell wurden in einer vorbereitenden Planungsraumanalyse (Raumwiderstandsanalyse) mehrere machbare Grobkorridore identifiziert (bestandsnah und bestandsfern). Innerhalb dieser Grobkorridore gilt es, Varianten für mögliche Trassierungen zu definieren und diese planrechtlich sauber und abwägungsfehlerfrei entlang eines Kriterienkataloges miteinander zu vergleichen um am Ende (vsl. Ende 2022) eine gesetzliche Vorzugsvariante festzulegen.
Was ist der Deutschlandtakt?

Ein Ausbau der Schieneninfrastruktur, der sich am Fahrplan orientiert - dafür steht der Deutschland-Takt. Alle Zugverbindungen sollen wie ein Uhrwerk ineinandergreifen. Die größten deutschen Städte sollen durch regelmäßige Personenfernverkehrszüge verbunden sein, alle 30 Minuten, verlässlich zur selben Zeit. Auch der Regionalverkehr wird darauf ausgerichtet. Dazu wird das deutsche Schienennetz zielgerichtet ausgebaut.

Mehr zum Deutschlandtakt erfahren Sie auf den Internet-Seiten:
www.deutschlandtakt.de

Wie viel wird der Aus- oder Neubau zwischen Hamburg und Hannover kosten? Lohnt sich das Projekt für Deutschland?

Das Projekt soll die Kapazität der Schieneninfrastruktur im Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Hannover erweitern, um bestehende und prognostizierte Engpässe aufzulösen. Die heute vorhandenen Strecken gelangen in ihrem aktuellen Zuschnitt an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit bzw. sind bereits überlastet. Die Vorzugsvariante, über die letztlich der Deutsche Bundestag entscheiden wird, muss und wird einen volkswirtschaftlichen Nutzen vorweisen, der höher als der Investitionsaufwand ist. Sobald eine Entscheidung zur Vorzugsvariante für den Streckenabschnitt getroffen wurde, ist eine grobe Kostenschätzung hierfür möglich.

Nutzt das Projekt nur dem Fernverkehr und dem Güterverkehr?
Zum einen soll durch das Projekt für die Fahrgäste ein verbessertes Angebot im Fernverkehr ermöglicht werden. Zum anderen werden zusätzliche Kapazitäten für den umweltfreundlichen Schienengüterverkehr geschaffen und somit bestehende und prognostizierte Engpässe aufgelöst, besonders für den sogenannten „Seehafen-Hinterlandverkehr“. Aber auch für den Nahverkehr ergeben sich Potentiale durch eine zukunftsfähige, robuste und engpassfreie Infrastruktur.
Für welche Höchstgeschwindigkeit wird die Aus- oder Neubaustrecke ausgelegt sein?

Gemäß Projektauftrag des Bundes ist derzeit eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 230/250 km/h vorgesehen.

Wie wird das Nutzen-Kosten-Verhältnis errechnet?

Investitionen in die Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland gemäß Bundesverkehrswegeplanung benötigen einen Wirtschaftlichkeitsnachweis. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis wird in der Bundesverkehrswegeplanung durch die Gutachter des Bundes nach einer standardisierten Methodik für alle Verkehrsträger ermittelt.

Auf der Informationsveranstaltung des Bahnprojekts 2018 wurde dies durch einen Bundesgutachter erläutert (Link zum Foliensatz)

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