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Die Korridore

für mögliche Varianten

Eine Detailfrage

Aus umweltfachlicher und raumordnerischer Sicht konnten erfolgreich Grobkorridore identifiziert werden: ein bestandsnaher Korridor mit Ortsumfahrungen und ein straßenparalleler Korridor. Die Korridore werden schrittweise und unvoreingenommen auf konkrete Trassenverläufe geprüft. Grundlage dafür ist ein zuvor erarbeiteter Kriterienkatalog. Dabei spielen neben verkehrlichen und volkswirtschaftlichen Kriterien, die Schutzgüter Mensch, Raum und Umwelt eine wichtige Rolle. Ziel der Planungen ist es, die Auswirkungen auf Mensch, Raum und Umwelt zu minimieren.

Bestandsnaher Korridor mit Ortsumfahrungen
Bestandsnaher Korridor mit Ortsumfahrungen
Straßenparalleler Korridor
Straßenparalleler Korridor

Bestandsnah oder -fern?

Der Untersuchungsraum zwischen Hamburg und Hannover bietet grundsätzlich mehrere bestandsnahe und bestandsferne Möglichkeiten, die umweltfachlich und raumordnerisch in Frage kommen. Diese erste, allgemeine Betrachtung des Untersuchungsraums nennt sich Sensitivitätsbetrachtung und verläuft von „innen nach außen“, beginnend bei der Bestandsstrecke, schrittweise hin zu den Rändern des Untersuchungsraums. Dabei wird geschaut, wo es grundsätzlich Möglichkeiten für eine Eisenbahntrasse gäbe. Zunächst werden die zur Auswahl stehenden Möglichkeiten – zum Schutz von Mensch, Raum und Umwelt – mit der notwendigen Sorgfalt geprüft. Das Ergebnis dieser Raumwiderstandsanalyse sind die Grobkorridore. Sie verlaufen entlang bestehender Infrastruktur: Entweder in direkter Nähe zur A7 und B3 oder unmittelbar zur bestehenden Eisenbahnstrecke Hamburg-Hannover. Damit soll verhindert werden, dass die ländlichen Räume unnötig durch neue Gleise zerschnitten werden (Mehr Infos auf der Themeninsel Bisherige Ergebnisse).

Im Rahmen der aktuell laufenden Vorplanung werden innerhalb der Grobkorridore mögliche Trassenvarianten entwickelt und miteinander verglichen. Mit dem Ende der parallelen Vorplanungen soll bis Ende 2022 eine Vorzugsvariante feststehen. All das geschieht in direktem Austausch mit den Kommunen und Behörden vor Ort.

 

Häufig gestellte Fragen

Lebende FAQ – Stellen Sie Fragen ein. Häufig gestellte Fragen und Antworten zu den entsprechenden Themen werden wir hier veröffentlichen.

Weshalb wird nicht einfach die Bestandsstrecke ausgebaut? Geht das nicht schneller und billiger?

In einem Trassenfindungsverfahren werden alle Trassen-Alternativen ergebnisoffen geprüft. Auch der Ausbau im Bestandskorridor ist eine sich planerisch aufdrängende und damit zu untersuchende Möglichkeit. In der Gläsernen Werkstatt, einem umfangreichen und öffentlich transparenten Prozess, wurden unterschiedliche Konzeptionen eines Bestandsstreckenausbaus entwickelt, optimiert und geprüft. Die Ergebnisse sind auf der Projekt Website unter den Downloads (Bewertung 3. Gleis Lüneburg-Uelzen) zu finden: https://www.hamburg-bremen-hannover.de/dokumente-downloads.html

Ein Bestandsstreckenausbau mit Ortsumfahrungen bietet erste Lösungsansätze im Sinne des Bundesverkehrswegeplans, erfüllt allerdings nicht die volkswirtschaflichen Kriterien (Nutzen-Kosten Verhältnis größer 1,0).

Würden Lüneburg, Uelzen und Celle vom Fernverkehr abgehängt, falls eine bestandsferne Neubaustrecke gebaut wird?

Unabhängig vom Ergebnis der Planungen oder einer konkreten Trassierung, obliegen die Entscheidungen über Fernverkehrshalte grundsätzlich dem jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die DB Netz AG als Vorhabenträgerin plant und realisiert Schieneninfrastruktur im Auftrag des Bundes.

Wo verlaufen mögliche Varianten innerhalb der Korridore?
Mögliche Trassenvarianten in den Grobkorridoren werden nun im Zuge der Vorplanung planerisch definiert.
Wie ist der Suchraum für die Strecke zwischen Hamburg und Hannover definiert?

Fachleute haben sich zunächst das gesamte Gebiet angeschaut und die äußeren Grenzen des Untersuchungsraumes festgelegt. Das Bündelungsgebot besagt: Neue Straßen oder Bahnschienen sollen – wenn möglich – neben bereits bestehende Autobahnen, Kanäle, Bahntrassen oder Stromleitungen gelegt werden. Durch diese „Bündelung“ soll die Zerschneidung von Landschaften vermieden und die Natur so gut wie möglich geschützt werden. Das gibt das Bundesnaturschutzgesetz so vor. Daher reicht der Untersuchungsraum im Westen etwa bis zur Autobahn A7, im Osten ca. bis zur bestehenden Bahnstrecke Hamburg–Hannover. Im Süden bildet die Region Hannover die Grenze, im Norden die Landesgrenze zu Hamburg.

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